Über das Werk
Jean Anouilhs Komödie in fünf Bildern entstand 1940 und wurde noch im selben Jahr am Théâtre de la Michodière in Paris uraufgeführt, unter der Regie von André Barsacq mit Yvonne Printemps und Pierre Fresnay in den Hauptrollen; die deutschsprachige Erstaufführung folgte 1950 in Frankfurt. Das Stück zählt zu Anouilhs heiteren „Pièces roses“.
Handlung
Ein Prinz kann den Tod der Opernsängerin Léocadia Gardi, mit der er nur drei gemeinsame Tage erlebte, nicht verwinden. Seine Tante, die Herzogin, lässt jene drei Tage minutiös nachstellen und engagiert dafür die Hutmacherin Amanda, die der Toten ähnelt, um den Prinzen zurück ins Leben zu holen. Erst die echte Zuneigung zu Amanda löst ihn aus der Erstarrung.
Kulturelle Bedeutung
Für die Uraufführung schrieb Francis Poulenc eigens das Chanson „Les Chemins de l'amour“, das bis heute zum Konzertrepertoire gehört. Unter dem Titel „Time Remembered“ erreichte das Stück in den 1950er Jahren auch den Broadway und das Londoner West End.