Über das Werk
Le voyage dans la lune ist eine viertaktige Opéra-féerie von Jacques Offenbach nach einem Libretto von Albert Vanloo, Eugène Leterrier und Arnold Mortier, das Motive aus Jules Vernes Romanen „Von der Erde zum Mond“ und „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ aufgreift. Die Uraufführung fand 1875 am Théâtre de la Gaîté in Paris statt.
Handlung
Prinz Caprice lässt sich von einer Riesenkanone zum Mond schießen und verliebt sich dort in die Mondprinzessin Fantasia. Da Liebe den Mondbewohnern unbekannt ist, löst ein irdischer Apfel, den Fantasia isst, ihre Gefühle und damit Chaos in der emotionslosen Mondgesellschaft aus; nach mancherlei Verwicklungen endet die Geschichte mit Verzeihen und Verlobung.
Kulturelle Bedeutung
Die aufwendige Ausstattung – mit lebenden Tieren aus dem Jardin d'Acclimatation und einem eigens gebauten Kanonenbild – machte das Stück zu einem der größten Kassenerfolge seiner Zeit mit 185 Vorstellungen in Folge. Georges Méliès griff 1902 unter anderem auf diese Offenbach-Féerie zurück, als er seinen Stummfilm „Die Reise zum Mond“ drehte.
