Über das Werk
Opéra-comique in einem Akt von André-Ernest-Modeste Grétry nach einem Libretto von Louis Anseaume, uraufgeführt am 20. September 1769 an der Comédie-Italienne (Hôtel de Bourgogne) in Paris.
Handlung
Isabelle soll auf Druck ihres eifersüchtigen Vormunds Cassandre einen ungeliebten Mann heiraten. Als ihr Geliebter Léandre zurückkehrt, versteckt sich Cassandre in einem unvollendeten Porträt, um die beiden zu belauschen – und wird, als Isabelle vor dem Bild ihre Liebe gesteht, zum vermeintlich sprechenden Gemälde.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk zählt zu den größten Bühnenerfolgen des 18. Jahrhunderts: Bis 1865 zählte allein die Comédie-Italienne 636 Aufführungen, dazu kamen Inszenierungen in ganz Europa und Amerika. Die Idee des „sprechenden Bildes“ blieb weit über Grétrys Tod hinaus populär.
