Über das Werk
Grand opéra in fünf Akten von Jules Massenet mit einem Libretto von Louis Gallet, angesiedelt im Lahore des 11. Jahrhunderts um den Tempel des Gottes Indra. Die Uraufführung am 27. April 1877 an der Pariser Oper war Massenets erstes an diesem Haus gespieltes Werk und sein Durchbruch zu internationalem Ruhm.
Handlung
König Alim von Lahore liebt die Tempelpriesterin Sitâ, wird aber von seinem eigenen Minister Scindia, der ebenfalls um sie wirbt, im Kampf tödlich verwundet. Der Gott Indra gewährt ihm eine kurze Rückkehr ins irdische Leben, doch als Alim erfährt, dass Sitâ sich aus Verzweiflung selbst getötet hat, entscheidet er sich, mit ihr gemeinsam ins Paradies zurückzukehren, statt seinen Thron zu behalten.
Kulturelle Bedeutung
Der Erfolg der Uraufführung verbreitete sich binnen eines Jahres über ganz Europa und etablierte Massenet als einen der gefragtesten Opernkomponisten seiner Generation. Aus der später aus dem Repertoire verschwundenen Oper blieb vor allem Scindias Arie „Promesse de mon avenir“ im Konzertgebrauch lebendig.
