Über das Werk
Opera buffa von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Bartolomeo Merelli, das auf August von Kotzebues Lustspiel „Die deutschen Kleinstädter“ beruht. Das frühe Werk des noch unbekannten Komponisten kam während der Karnevalszeit am Teatro Vecchio in Mantua zur Uraufführung – die Quellen nennen dafür wahlweise den Winter 1819 oder die Saison 1820/21, ein genaues Datum ist nicht überliefert.
Handlung
Don Petronio will seine Tochter Sabina mit dem Dorfschulmeister Trifoglio verheiraten, doch sie liebt den jungen Claudio. Als Sabina dessen Porträt als Bildnis des Königs ausgibt, behandeln die Dorfbewohner Claudio wie einen Herrscher. Nachdem sich die Verwechslung aufgeklärt hat und Trifoglio wegen der fehlenden Mitgift zurückzieht, offenbart sich Claudio als wohlhabender Gutsherr, der Sabina auch ohne Mitgift heiratet.
Kulturelle Bedeutung
Laut Librettist Merelli scheiterte die Uraufführung an „Launen und Böswilligkeit“ mehrerer Sänger, besonders der erst achtzehnjährigen Primadonna Fanny Eckerlin, obwohl er der Partitur „viele gelungene Nummern“ bescheinigte. Nach einer einzigen weiteren Aufführung 1822 in Genua geriet das Werk für rund zwei Jahrhunderte in Vergessenheit und wurde erst 2020 in Bergamo wiederentdeckt.