Über das Werk
Opéra-comique in zwei Akten von André-Ernest-Modeste Grétry nach einem Libretto von Jean-François Marmontel, das sich auf Voltaires Erzählung „L'Ingénu“ stützt. Das Werk wurde am 20. August 1768 an der Pariser Comédie-Italienne uraufgeführt und war Grétrys erste in Paris herausgebrachte Oper.
Handlung
Ein Hurone, in seiner Kindheit von Engländern nach Nordamerika verschleppt, wird in Kriegsgefangenschaft nach Frankreich gebracht. In der Bretagne entdeckt er seine leiblichen Verwandten, lässt sich taufen und verliebt sich in eine junge Bretonin. Anders als in Voltaires Vorlage endet die Geschichte mit der Hochzeit der beiden.
Kulturelle Bedeutung
Mit seinem sofortigen Erfolg begründete Le Huron Grétrys Ruf in Paris; zwischen 1770 und 1785 zählte die Comédie-Italienne 111 Aufführungen. Das exotische Sujet des „edlen Wilden“ traf den Geschmack der Zeit und wurde in mehreren europäischen Städten nachgespielt.
