Über das Werk
Oper in vier Akten und zehn Bildern von Jules Massenet nach Pierre Corneilles Tragikomödie „Le Cid“ (1637), mit einem Libretto von Adolphe d'Ennery, Louis Gallet und Édouard Blau. Die Uraufführung fand am 30. November 1885 an der Pariser Oper in Anwesenheit von Staatspräsident Jules Grévy statt, mit Jean de Reszke als Rodrigue.
Handlung
Der junge Ritter Rodrigue tötet im Duell den Vater seiner Verlobten Chimène, der ihn zuvor öffentlich beleidigt hatte, und stellt sich damit selbst ins Verhängnis. Während Chimène Rache fordert, führt Rodrigue Spaniens Heer siegreich gegen die Mauren und erhält dafür den Ehrentitel „Cid“. Am Ende gewährt der König ihm die Gnade und Chimènes Hand.
Kulturelle Bedeutung
Le Figaro feierte an der Uraufführung, dass sich hinter Massenets sinnlicher Orchesterkunst nun auch ein „dramatisches Temperament“ zeige. Bekannt blieb vor allem die Ballettmusik mit ihren spanisch gefärbten Tänzen; das Werk selbst kam bis 1919 auf rund 150 Vorstellungen, geriet danach aber weitgehend in Vergessenheit und wurde an der Pariser Oper erst 2015 wieder aufgeführt.
