Über das Werk
Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi nach einem Libretto von Giovanni Palazzi und Domenico Lalli, uraufgeführt am 26. Oktober 1720 im Teatro Sant'Angelo in Venedig. Der Stoff geht über Palazzis Vorlage auf Pierre Corneilles Tragödie „Héraclius" (1647) zurück.
Handlung
Sultan Mamud hat einst seinen legitimen Sohn Zelim gegen den unehelichen Sohn Melindo seiner Favoritin Damira vertauscht. Als Melindos Hochzeit mit Prinzessin Rosane die Täuschung zu gefährden droht, deckt Mamud die wahre Abstammung auf – mit weitreichenden Folgen für beide Söhne, ihre Mütter und Rosane selbst.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper wurde so bekannt, dass Benedetto Marcello sie Ende 1720 in seiner Satire „Il teatro alla moda" aufs Korn nahm, was ihren Bekanntheitsgrad zusätzlich steigerte. Vivaldi übernahm für sie Arien aus seiner eigenen, nicht erhaltenen Oper „La Candace"; das Quintett „Anima mia, mio ben" gilt als musikalischer Höhepunkt des Werks.