La Valse
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La Valse

Maurice Ravel
Ballett · 1920

Über das Werk

La Valse ist ein „Poème chorégraphique pour orchestre“ von Maurice Ravel, das er zwischen 1906 und 1920 komponierte. Sergei Diaghilew hatte 1919 ein Ballett über Wien und seine Walzer bei Ravel in Auftrag gegeben, lehnte die fertige Musik dann aber als „kein Ballett, sondern das Porträt eines Balletts“ ab. Die konzertante Uraufführung fand am 12. Dezember 1920 in Paris statt; als Ballett wurde das Werk erstmals 1926 in Antwerpen gezeigt, danach mehrfach neu choreografiert, unter anderem 1928 von Bronislava Nijinska für Ida Rubinstein.

Handlung

Ravels eigener Kommentar beschreibt Wirbel aus Wolken, aus denen walzende Paare hervortreten, bis sich der Blick auf einen von einer wirbelnden Menge erfüllten kaiserlichen Ballsaal um das Jahr 1855 weitet. Der zunächst prunkvolle Walzer steigert sich durch zunehmend verzerrte Rhythmen und dissonante Harmonien bis zu einem gewaltsamen, chaotischen Ausbruch am Ende.

Kulturelle Bedeutung

Diaghilews Ablehnung führte zum endgültigen Bruch zwischen Ravel und dem Impresario; als sich beide 1925 wiederbegegneten, verweigerte Ravel ihm die Hand, worauf Diaghilew ihn Berichten zufolge sogar zum Duell forderte. Trotz des Zerwürfnisses wurde La Valse zu einem vielfach choreografierten Werk, unter anderem in Fassungen von George Balanchine (1951) und Frederick Ashton (1958), und gehört heute sowohl zum Konzert- als auch zum Ballettrepertoire.

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