Über das Werk
La serva padrona ist ein Intermezzo in zwei Teilen von Giovanni Paisiello nach dem bereits 1733 von Giovanni Battista Pergolesi vertonten Libretto von Gennaro Antonio Federico, das für Paisiellos Fassung um zusätzliche Nummern erweitert wurde. Als Kapellmeister am Hof Katharinas II. komponierte Paisiello das Werk zur Feier des Namenstags des künftigen Zaren Alexander I.; die Uraufführung fand am 10. September 1781 (30. August nach dem damals in Russland gültigen julianischen Kalender) im Schloss Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg statt.
Handlung
Die kluge Dienerin Serpina will den wohlhabenden, aber trägen Uberto zur Heirat bewegen. Sie gibt vor, den groben Soldaten Tempesta heiraten zu wollen, um Uberto eifersüchtig zu machen. Der Trick gelingt: Aus Angst, seine Haushälterin zu verlieren, willigt Uberto ein, Serpina selbst zur Frau zu nehmen – der vermeintliche Soldat entpuppt sich als verkleideter Diener.
Kulturelle Bedeutung
Paisiello fürchtete selbst, mit Pergolesis fast 50 Jahre älterer, europaweit berühmter Vertonung desselben Stoffs nicht mithalten zu können, doch seine Fassung wurde am russischen Hof gut aufgenommen und in mehreren europäischen Städten nachgespielt. Sie zeigt, wie ein beliebtes Buffo-Libretto über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu vertont wurde.