Über das Werk
La rondine ist eine Oper in drei Akten von Giacomo Puccini nach einem italienischen Libretto von Giuseppe Adami, das auf einer deutschsprachigen Operettenvorlage von Alfred Maria Willner und Heinz Reichert beruht. Das Wiener Carltheater beauftragte Puccini 1913 mit einer Operette; er komponierte stattdessen ein Werk zwischen Operette und komischer Oper und beendete die Partitur 1916. Wegen des Ersten Weltkriegs kam die Uraufführung nicht in Wien, sondern am 27. März 1917 im Opernhaus von Monte Carlo zustande, mit Gilda Dalla Rizza in der Hauptrolle.
Handlung
Im Paris und an der Côte d'Azur des Second Empire lässt sich die mondäne Magda von ihrem Bankier-Liebhaber Rambaldo aushalten. Unerkannt verkleidet lernt sie im Tanzlokal Bullier den jungen, unbedarften Ruggero kennen und verliebt sich in ihn. Das Paar zieht an die Riviera und plant eine gemeinsame Zukunft, doch als Ruggeros Mutter die Hochzeit gutheißt, kann Magda ihre Vergangenheit nicht länger verbergen: Um Ruggero nicht in einen Skandal zu ziehen, verlässt sie ihn und kehrt zu Rambaldo zurück.
Kulturelle Bedeutung
Verleger Tito Ricordi lehnte die Partitur zunächst als zu sehr an Lehár orientiert ab, weshalb Puccini sie an den Verlag Sonzogno verkaufte. Trotz des freundlichen Erfolgs bei der Premiere blieb „La rondine“ zeitlebens eines von Puccinis am seltensten gespielten Werken; er überarbeitete die Oper bis zu seinem Tod mehrfach, ohne eine endgültige Fassung festzulegen.
