La nonne sanglante
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La nonne sanglante

Charles Gounod
Oper · 1854
Tragödie

Über das Werk

Grand opéra in fünf Akten von Charles Gounod nach einem Libretto von Eugène Scribe und Germain Delavigne, das auf einer Binnenerzählung aus Matthew Gregory Lewis' Schauerroman „Der Mönch“ (1796) beruht. Die Uraufführung fand am 18. Oktober 1854 an der Pariser Oper (Salle Le Peletier) statt; ursprünglich hatte Hector Berlioz an demselben Libretto gearbeitet, das Projekt aber 1841 aufgegeben.

Handlung

Im Prag des 11. Jahrhunderts stehen sich die verfeindeten Familien Rodolphes und seiner Geliebten Agnès gegenüber. Als Rodolphe glaubt, mit der als Geist verkleideten Agnès zu fliehen, begegnet er in Wahrheit dem rachsüchtigen Gespenst einer ermordeten Nonne. Erst als sich Rodolphes eigener Vater als ihr Mörder zu erkennen gibt und sich für den Sohn opfert, wird der Fluch gebrochen und die Ehe zwischen Rodolphe und Agnès möglich.

Kulturelle Bedeutung

Trotz guter Kritiken – Théophile Gautier lobte in „La Presse“ die Ernsthaftigkeit der Vertonung – verschwand das Werk nach elf Vorstellungen 1854 für mehr als 150 Jahre von den Bühnen und wurde erst 2008 am Theater Osnabrück wiederentdeckt.

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