Über das Werk
Comédie mêlée d'ariettes von Egidio Duni nach einem Libretto von Charles-Simon Favart, das auf Voltaires Erzählung „Ce qui plaît aux dames“ und, über diese, auf Chaucers „Erzählung der Wife of Bath“ zurückgeht. Das Werk wurde am 26. Oktober 1765 vor dem Hof in Fontainebleau uraufgeführt, die Pariser Erstaufführung am Théâtre-Italien folgte am 4. Dezember 1765.
Handlung
Der Ritter Robert soll vor einem Liebesgericht die Frage beantworten, was Frauen sich am meisten wünschen; als Strafe für eine falsche Antwort muss er eine alte Frau heiraten. Diese verwandelt sich in die schöne Marton und entpuppt sich als die Fee Urgèle, die Roberts Ehrlichkeit und Treue auf die Probe gestellt hat.
Kulturelle Bedeutung
Die aufwendige mittelalterliche Ausstattung der Uraufführung – allein die Kulissen kosteten 20.000 Livres – machte das Stück zu einem der erfolgreichsten seiner Zeit mit über hundert Aufführungen und ebnete dem Mittelalter-Kolorit späterer Opern etwa von Grétry den Weg.
