Über das Werk
Ballett in drei Akten mit Musik von Cesare Pugni, choreografiert von Jules Perrot nach Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ (1831); uraufgeführt am 9. März 1844 am Her Majesty's Theatre in London mit Carlotta Grisi in der Titelrolle.
Handlung
Um den Dichter Gringoire vor dem Galgen zu retten, heiratet ihn die Tänzerin Esmeralda, liebt jedoch heimlich den Hauptmann Phoebus. Der von ihr besessene Archidiakon Frollo versucht wiederholt, sich ihr gewaltsam zu nähern, und lässt sie schließlich unter dem Vorwurf verhaften, Phoebus ermordet zu haben. Erst im letzten Moment wird ihre Unschuld bewiesen, und Esmeralda findet mit Phoebus zusammen.
Kulturelle Bedeutung
Marius Petipa arbeitete das Ballett am Mariinski-Theater in St. Petersburg mehrfach um, zuletzt 1899; aus einer dieser russischen Neufassungen ging der bis heute als eigenständige Gala-Nummer getanzte Pas de deux „Diana und Actéon“ hervor. Damit zählt La Esmeralda zu den wenigen Werken der romantischen Ballettära, die über Perrots Original hinaus im russischen Repertoire fortleben.