Über das Werk
Louise Bertins Grand Opéra in vier Akten wurde am 14. November 1836 an der Pariser Académie Royale de Musique uraufgeführt, mit Cornélie Falcon in der Titelpartie. Das Libretto schrieb Victor Hugo selbst nach seinem 1831 erschienenen Roman „Notre-Dame de Paris“ – die einzige Oper, für die er je einen Text verfasste.
Handlung
Im Paris des Jahres 1482 steht die Tänzerin Esmeralda zwischen mehreren Männern: Hauptmann Phoebus liebt sie, der Archidiakon Frollo begehrt sie und wird ihr zum Verhängnis, als sie fälschlich eines Mordes an Phoebus bezichtigt wird. Anders als im Roman lässt Hugo seine Heldin am Ende der Oper der Hinrichtung entgehen.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung geriet zum Skandal: Gegner der einflussreichen Bertin-Familie riefen im Saal, in Wahrheit habe Hector Berlioz komponiert, der die Anschuldigung öffentlich zurückwies. Nach nur sechs Vorstellungen wurde die Oper abgesetzt – es blieb Bertins letztes Bühnenwerk, obwohl sie noch vierzig Jahre lebte.