Über das Werk
Tragikomische Oper in einem Prolog und drei Akten von Antonio Cesti nach einem Libretto von Giovanni Filippo Apolloni, uraufgeführt 1657 am Innsbrucker Hoftheater. Es war die zweite gemeinsame Arbeit Cestis und Apollonis für den Hof Erzherzog Ferdinand Karls, nachdem Cesti dort 1652 Hofkapellmeister und Apolloni 1653 Hofdichter geworden war.
Handlung
Auf der Suche nach ihrem verschollenen Geliebten Prinz Oronte verkleidet sich Dori als männlicher Sklave namens Ali, während sich ihr Bruder Tolomeo als Frau namens Celinda ausgibt. Die Verwicklungen spitzen sich zu, als Dori unwissentlich an ihre eigene Schwester Arsinoe verkauft wird. Erst ein alter Ehevertrag, den Dori bei sich trägt, klärt am Ende ihre wahre Identität und löst die Verwechslungen auf.
Kulturelle Bedeutung
La Dori gehörte zu den erfolgreichsten Opern ihrer Zeit: Zwischen 1657 und 1689 sind mindestens dreißig Inszenierungen in Italien, Österreich und Deutschland nachgewiesen, wobei das Werk für unterschiedliche Bühnen jeweils angepasst wurde, etwa durch gekürzte Rezitative und neue Arien für Venedig. Nach jahrhundertelanger Vergessenheit kam es erst 1983 in London zu einer szenischen Wiederentdeckung.
