Über das Werk
Opéra comique in zwei Akten von Charles Gounod nach einem Libretto von Jules Barbier und Michel Carré, das auf Jean de La Fontaines Gedicht „Le faucon“ beruht – seinerseits einer Erzählung aus Boccaccios „Dekameron“ entlehnt. Die einaktige Urfassung wurde am 3. August 1860 in Baden-Baden uraufgeführt, die erweiterte zweiaktige Fassung folgte am 7. Juni 1866 an der Pariser Opéra-Comique.
Handlung
Der verarmte Adelige Horace liebt die wohlhabende Gräfin Sylvie, will aber seine geliebte Haustaube nicht für ein Festessen zu ihren Ehren schlachten lassen – nicht einmal für sie. Als sein Diener versehentlich statt der Taube den entflogenen Papagei einer Rivalin serviert, überlebt das Tier und wird zum Sinnbild für Horaces beharrliche Liebe, die am Ende erwidert wird.
Kulturelle Bedeutung
Die Baden-Badener Uraufführung wurde begeistert aufgenommen, doch die 1866 erweiterte Fassung an der Opéra-Comique blieb mit nur 29 Vorstellungen deutlich hinter diesem Erfolg zurück.