Über das Werk
Dramma per musica in drei Akten von Tommaso Traetta nach Pietro Metastasios gleichnamigem Libretto, uraufgeführt im Herbst 1758 im Teatro Filarmonico in Verona. Metastasios Text zählt zu den beliebtesten Operntexten des 18. Jahrhunderts und wurde von mehr als 60 Komponisten vertont, darunter Vivaldi, Pergolesi und Hasse.
Handlung
Der kretische Prinz Licida überredet seinen Freund Megacle, unter falschem Namen bei den Olympischen Spielen für ihn anzutreten, da er selbst um die Hand der Königstochter Aristea wirbt. Megacle gewinnt die Spiele, liebt jedoch selbst Aristea, was die Täuschung zunehmend verkompliziert – zumal auch Licidas verlassene Verlobte Argene am Hof auftaucht. Erst die Enthüllung, dass Licida Aristeas verschollener Bruder ist, löst die Verwicklungen zu zwei Hochzeiten auf.
Kulturelle Bedeutung
Traettas Fassung war zu ihrer Zeit erfolgreich genug, um zwischen 1758 und 1769 an mehreren italienischen Bühnen und in Sankt Petersburg wiederaufgenommen zu werden. Sie entstand kurz vor seiner Berufung als Hofkapellmeister nach Parma, wo er sein Opernschaffen im Sinne der französisch beeinflussten Reformoper weiterentwickelte.
