Über das Werk
L’étoile ist eine Opéra bouffe in drei Akten von Emmanuel Chabrier nach einem Libretto von Eugène Leterrier und Albert Vanloo – eines seiner ersten Bühnenwerke, entstanden noch während Chabrier als Beamter im französischen Innenministerium arbeitete. Die Uraufführung fand am 28. November 1877 am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris statt.
Handlung
König Ouf I. braucht zur Feier seines Geburtstags jedes Jahr eine Hinrichtung und wählt dafür den herumziehenden Krämer Lazuli. Der Hofastrologe Siroco entdeckt jedoch, dass Lazulis Schicksal untrennbar mit dem des Königs verbunden ist: Stirbt der eine, folgt der andere binnen 24 Stunden. Aus purer Selbsterhaltung begnadigt, wird Lazuli durch ein Wirrwarr aus Verwechslungen, Eifersüchteleien und einer inkognito reisenden Prinzessin geschleust, bis am Ende alle standesgemäß zueinanderfinden.
Kulturelle Bedeutung
Trotz eines Achtungserfolgs mit 48 Vorstellungen geriet L’étoile danach für Jahrzehnte fast in Vergessenheit, obwohl Komponisten wie Debussy, Ravel und Strawinsky die Partitur bewunderten; Francis Poulenc nannte sie später die Keimzelle der französischen Operette. Erst spätere Wiederentdeckungen, unter anderem an der Opéra-Comique und am Royal Opera House, etablierten das Werk im Repertoire.
