L'equivoco stravagante
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L'equivoco stravagante

Gioachino Rossini
Oper · 1811

Über das Werk

L'equivoco stravagante ist ein Dramma giocoso (Opera buffa) in zwei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Gaetano Gasbarri, uraufgeführt am 26. Oktober 1811 am Teatro del Corso in Bologna. Es war Rossinis erster öffentlicher Kompositionsauftrag für eine abendfüllende Oper – der Komponist war zu diesem Zeitpunkt neunzehn Jahre alt.

Handlung

Die reiche Bauerntochter Ernestina hat sich durch ihre Lektüre den Kopf mit literarischen Heldinnen verdreht und weist ihren tumben, aber vermögenden Verehrer Buralicchio zurück, um sich in ihren armen Hauslehrer Ermanno zu verlieben. Um die ungewollte Verbindung mit Buralicchio zu verhindern, verbreiten Ermanno und ein Diener das Gerücht, Ernestina sei in Wahrheit ein als Frau verkleideter Deserteur – ein „equivoco stravagante“, ein bizarres Missverständnis, das für allgemeines Chaos sorgt, bis sich am Ende Ermanno und Ernestina finden.

Kulturelle Bedeutung

Die Zensurbehörden verboten das Werk bereits nach drei Aufführungen wegen zweideutiger Situationen, Spott über Reiche und Militär sowie Anspielungen auf Kastraten. Danach geriet die Oper weitgehend in Vergessenheit und wurde erst 1965 in Siena und seither regelmäßig beim Rossini Opera Festival in Pesaro wiederentdeckt.

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