Über das Werk
Dramma giocoso in zwei Akten von Vicente Martín y Soler nach einem eigens dafür erfundenen, mythologisch-pastoralen Libretto von Lorenzo Da Ponte; uraufgeführt am 1. Oktober 1787 am Wiener Burgtheater anlässlich des Besuchs von Erzherzogin Maria Theresia auf ihrer Reise zur Hochzeit nach Dresden.
Handlung
Auf einer der Göttin Diana geweihten Insel müssen alle Nymphen der Keuschheit schwören, bis der schöne Hirte Doristo mit Amors Hilfe selbst Diana in Versuchung führt und ihre strengen Liebesgesetze zu Fall bringt.
Kulturelle Bedeutung
Mit 65 Aufführungen wurde L'arbore di Diana zum meistgespielten Werk am Wiener Burgtheater der 1780er Jahre und übertraf damit sogar Mozarts „Figaro“, „Don Giovanni“ und „Così fan tutte“; Da Pontes eigens erfundene Handlung – neben „Così fan tutte“ seine einzige ohne literarische Vorlage – gilt in der Forschung als möglicher Vorläufer dieses späteren Mozart-Librettos.
