Über das Werk
L’amor coniugale ist eine Farsa sentimentale in einem Akt von Johann Simon Mayr nach einem Libretto von Gaetano Rossi. Rossi verdichtete dafür Jean-Nicolas Bouillys französisches Libretto zu Pierre Gaveaux’ Oper „Léonore, ou L’amour conjugal“ (1798) auf neunzehn Szenen und verlegte die Handlung vom napoleonischen Krieg ins Polen des 17. Jahrhunderts. Die Uraufführung fand am 26. Juli 1805 im Teatro Nuovo in Padua statt.
Handlung
Verkleidet verschafft sich Zeliska Zugang zum Gefängnis, in dem ihr Ehemann Amorveno unschuldig einsitzt, um seine Freilassung zu erwirken. Anders als im politisch grundierten Fidelio-Stoff, den auch Beethoven aus derselben Vorlage schöpfte, betont Mayrs Fassung die zwischenmenschlichen Beziehungen und mischt komische Elemente ein.
Kulturelle Bedeutung
Nach der Uraufführung wurde L’amor coniugale jahrzehntelang mit Erfolg in ganz Europa gespielt. Die Partitur verbindet die orchestrale Tradition Mozarts und Haydns mit den vielstimmigen Ensembles des Belcanto und zeigt Mayr als einen der Wegbereiter dieses Stils.
