Über das Werk
Melodramma giocoso in zwei Akten von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Jacopo Ferretti, das auf Giovanni Girauds gleichnamigem Lustspiel von 1807 beruht. Die Uraufführung am 4. Februar 1824 im Teatro Valle in Rom wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und brachte dem 26-jährigen Donizetti seinen ersten dauerhaften Bühnenerfolg.
Handlung
Der strenge Marchese Giulio hält seine erwachsenen Söhne Enrico und Pippetto von Frauen und vermeintlichen Lastern fern. Enrico hat sich jedoch heimlich mit Gilda vermählt und ist bereits Vater; sein Bruder Pippetto liebt die Haushälterin Leonarda. Als das Geheimnis auffliegt, tobt der Marchese zunächst, gibt aber nach, sobald er seinen Enkel kennenlernt.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper wurde rasch in zahlreichen italienischen Städten nachgespielt und war Donizettis erstes im Ausland gezeigtes Werk, mit Aufführungen unter anderem in Wien, Dresden, Barcelona und Rio de Janeiro. 1826 überarbeitete Donizetti sie für Neapel unter dem Titel „Don Gregorio“; nach dem 19. Jahrhundert geriet das Original in Vergessenheit und wird erst seit den 1950er/60er Jahren wieder regelmäßig gespielt, heute unter anderem beim Donizetti Opera Festival in Bergamo.
