Über das Werk
Komische Oper (opéra comique) in drei Akten, die Luigi Cherubini 1792/93 nach einem Libretto von Honoré-Nicolas-Marie Duveyrier („Mélesville père") komponierte. Durch die Wirren der Französischen Revolution blieb das Finale unvollendet, und das Werk wurde zu Lebzeiten des Komponisten nie aufgeführt.
Handlung
Der als Findelkind aufgewachsene Amazan liebt Zulma, deren Vater Fohi die Verbindung ablehnt. Als eine Tatarenschar die Burg belagert, zeichnet sich Amazan im Kampf aus und gewinnt dadurch sowohl Ansehen als auch Zulmas Hand; der ihm feindlich gesinnte Befehlshaber Koukourgi wird von seinem eigenen Vater in die Schranken gewiesen.
Kulturelle Bedeutung
Cherubini verwendete vier Nummern der Partitur später in seiner Oper „Ali Baba" (1833) wieder. Im Rahmen der kritischen Cherubini-Edition wurde „Koukourgi" rekonstruiert, das Finale von Heiko Cullmann ergänzt, und die Oper erlebte anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten am 16. September 2010 am Stadttheater Klagenfurt ihre Bühnenuraufführung – rund 220 Jahre nach ihrer Entstehung.