Über das Werk
Komtesse Mizzi oder Der Familientag ist eine 1907/08 entstandene Komödie in einem Akt; sie erschien am 19. April 1908 zuerst in der Neuen Freien Presse und wurde am 5. Januar 1909 am Deutschen Volkstheater Wien uraufgeführt.
Handlung
Fürst Egon Ravenstein bringt seinen unehelichen, siebzehnjährigen Sohn Philipp zu dessen Mutter, Komtesse Mizzi, die den Jungen nach der Geburt weggegeben hatte und seither alle Heiratsanträge des Fürsten ablehnte. Im Garten der gräflichen Villa kommen nach und nach die Geheimnisse aller Beteiligten zur Sprache, bis die Familie eine gemeinsame Reise nach Belgien plant.
Kulturelle Bedeutung
Schnitzler notierte zur Premiere großen Lacherfolg beim Publikum und wiederholte Hervorrufe, wenn auch mit kleinen Abstrichen gegen Ende. Die Literaturwissenschaft beschreibt das Stück als leichthändige, aber genau kalkulierte Konversationskomödie über eine Gesellschaft, in der jeder vor jedem ein Geheimnis hütet.