Über das Werk
Historiendrama William Shakespeares über die letzten Regierungsjahre König Johann Ohnelands, vermutlich um 1596 verfasst. Eine Aufführung zu Shakespeares Lebzeiten ist nicht überliefert; die früheste dokumentierte Inszenierung fand erst am 26. Februar 1737 im Drury Lane Theatre in London statt. Gedruckt wurde das Stück erstmals 1623 in der First Folio.
Handlung
Der französische König unterstützt im Namen von Arthur, dem Neffen Johanns, Ansprüche auf den englischen Thron. Nach wechselvollen Kämpfen und einer gescheiterten Heiratsallianz wird Arthur gefangen genommen und stirbt bei einem Fluchtversuch von der Schlossmauer; englische Adlige wechseln daraufhin zur französischen Seite. Erst als der Bastard Philip die Getreuen Johanns eint, wendet sich das Blatt – doch Johann selbst stirbt, vergiftet von einem Mönch, kurz vor dem Friedensschluss.
Kulturelle Bedeutung
König Johann ist neben Richard II. eines von nur zwei vollständig in Versen verfassten Dramen Shakespeares. Im viktorianischen Zeitalter wegen seiner Bühnenpracht populär, zählt es heute zu den seltener gespielten Historien; George Orwell lobte 1942 dessen bis in die Gegenwart reichende politische Aktualität.
