Über das Werk
Jules Romains schrieb die dreiaktige Komödie über einen Landarzt, der eine gesunde Gemeinde systematisch krankmacht; sie wurde am 14. Dezember 1923 im Pariser Théâtre de la Comédie des Champs-Élysées uraufgeführt, inszeniert von und mit Louis Jouvet in der Titelrolle.
Handlung
Doktor Knock übernimmt die Landpraxis seines Vorgängers Parpalaid im Dorf Saint-Maurice, wo bislang kaum jemand einen Arzt brauchte. Mit kostenlosen Sprechstunden, gezielter Angstmache und einem eigens engagierten Apotheker und Lehrer überzeugt er binnen weniger Wochen fast das gesamte Dorf, unheilbar krank zu sein. Am Ende zählt selbst Parpalaid, der zu Besuch zurückkehrt, zu Knocks Patienten.
Kulturelle Bedeutung
Jouvet spielte die Titelrolle nach eigenen Angaben über 1500-mal und machte „Knock“ zu seinem größten Bühnenerfolg; der Satz „Les gens bien portants sont des malades qui s’ignorent“ wurde zu einem geflügelten Wort der französischen Sprache. Das Stück gilt als Höhepunkt der französischen Arztsatire in der Tradition Molières.
