Über das Werk
Drama in vier Aufzügen von Maxim Gorki, 1901 geschrieben und im März 1902 beim Petersburger Verlag Snanije als Buch veröffentlicht. Die Uraufführung fand am 7. April 1902 während eines Gastspiels des Moskauer Künstlertheaters in Petersburg statt – Gorkis erstes eigens für die Bühne geschriebenes Stück.
Handlung
Im Haus des wohlhabenden Eisenbahn-Handwerkers Bessemjonow geraten die Generationen aneinander: Sein Pflegesohn Nil, ein selbstbewusster Lokomotivführer, heiratet die junge Verwandte Polja statt der Tochter Tatjana, die daraufhin einen Selbstmordversuch unternimmt. Sohn Pjotr flieht mit der verwitweten Jelena aus dem Elternhaus, während der alte Bessemjonow zunehmend in seiner engen Weltsicht vereinsamt.
Kulturelle Bedeutung
Mit dem Arbeiter Nil als moralischem Gegenpol zur erstarrten Kleinbürgerwelt der Bessemjonows brachte Gorki erstmals einen selbstbewussten, seiner Klasse zugehörigen Menschen als positive Figur auf eine russische Bühne. Das Stück markierte Gorkis Debüt als Dramatiker am Moskauer Künstlertheater, nur acht Monate vor der Uraufführung seines weitaus berühmteren „Nachtasyl“.
