Kaschtschei der Unsterbliche
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Kaschtschei der Unsterbliche

Nikolai Rimski-Korsakow
Oper · 1902

Über das Werk

Oper in einem Akt (drei Bildern) mit dem Untertitel „Ein Herbstmärchen“ von Nikolai Rimski-Korsakow nach einer Vorlage von Jewgeni Petrowski; das Libretto verfasste der Komponist zusammen mit seiner Tochter Sofija Rimskaja-Korsakowa. Uraufgeführt wurde das Werk am 25. Dezember 1902 (12. Dezember a. St.) im Moskauer Solodownikow-Theater durch Sawwa Mamontows Private Oper.

Handlung

Die schöne Zarewna wird vom bösen Zauberer Kaschtschei gefangen gehalten und sehnt sich nach ihrem Bräutigam Iwan-Zarewitsch. Kaschtscheis Unsterblichkeit hängt daran, dass seine Tochter niemals weint; als sie durch Mitgefühl für Iwan zu Tränen gerührt wird, verwandelt sie sich in eine Trauerweide, und Kaschtscheis Macht zerbricht.

Kulturelle Bedeutung

Eine Wiederaufführung durch Studierende des Sankt Petersburger Konservatoriums im Frühjahr 1905, kurz nach dem „Blutsonntag“, wurde vom Publikum als Anspielung auf den Zarismus gelesen und mündete in eine politische Demonstration; die Behörden verhängten daraufhin ein Aufführungsverbot gegen Rimski-Korsakows Musik, das erst nach landesweiten Protesten im Dezember 1905 aufgehoben wurde.

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