Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy, uraufgeführt am 1. April 1850 im Wiener Carltheater; die Musik schrieb Michael Hebenstreit.
Handlung
Der Vormund Muffinger will seine wohlhabende Mündel Marie mit seinem eigenen Sohn verheiraten, um über ihr Erbe von 150.000 Gulden verfügen zu können. Der Haftelmacher Finkl hilft dem jungen Paar mit wechselnden Verkleidungen, die Zwangsheirat zu vereiteln, und deckt dabei auf, dass Muffinger Teile des Erbes veruntreut hat.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung geriet zum Misserfolg: Selbst die Nestroy sonst wohlgesinnte Wiener Theaterzeitung nannte das Stück „gänzlich mißlungen“, und der Kritiker Moritz Gottlieb Saphir sprach von einem sinn- und inhaltslosen Machwerk. Es kam zu keiner weiteren Aufführung und gilt als eines der am wenigsten erfolgreichen Stücke seines Autors.