Judith und Holofernes
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Judith und Holofernes

Johann Nestroy
Theater · 1849
Komödie

Über das Werk

Travestie in einem Akt von Johann Nestroy, uraufgeführt am 13. März 1849 im Wiener Carltheater. Nestroy verspottete darin Friedrich Hebbels 1840 uraufgeführte Tragödie „Judith“, indem er deren fünf Akte auf einen einzigen strafte.

Handlung

Der eitle Feldherr Holofernes belagert die Stadt Bethulien. Statt der biblischen Judith schickt deren Bruder Joab sich selbst, als Frau verkleidet, ins Feindeslager. Während Holofernes schläft, versucht Joab ihn zu töten, scheitert aber zunächst an einem untergeschobenen Pappkopf; die List gelingt dennoch, und Holofernes wird gefangen genommen.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück war schon bei der Uraufführung umstritten: Mehrere Kritiker sahen in der Darstellung der belagerten Bethulier antisemitisch lesbare Züge, und die Vorstellungen wurden nach neun Aufführungen zunächst abgesetzt, ehe das Stück ab 1856 zurückkehrte und bis 1862 auf 67 Aufführungen kam. Die neuere Forschung würdigt es dennoch als eine von Nestroys sprachlich virtuosesten Parodien.

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