Über das Werk
Oper in vier Akten und acht Bildern von Benjamin Godard nach Alphonse de Lamartines Versepos „Jocelyn“ (1836), mit einem Libretto von Armand Silvestre und Victor Capoul. Uraufgeführt wurde das Werk am 25. Februar 1888 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel unter der Leitung von Joseph Dupont.
Handlung
Die Oper erzählt von der unmöglichen Liebe zwischen dem jungen Priester Jocelyn und Laurence, die er während seiner Flucht vor Verfolgung rettet. Nachdem Jocelyn seine Weihe empfangen hat, gehen ihre Wege getrennte Wege – sie als Dame der Pariser Gesellschaft, er an seinem Zölibatsgelübde festhaltend –, bis sie sich erst an ihrem Sterbebett während einer Fronleichnamsprozession wiederbegegnen.
Kulturelle Bedeutung
Wegen der als heikel empfundenen Liebesgeschichte zwischen einem Priester und einer jungen Frau zögerten mehrere Häuser, bevor sich das Théâtre de la Monnaie zur Uraufführung entschloss. Bekannt geblieben ist von der Oper vor allem die Berceuse aus dem zweiten Akt („Oh! ne t'éveille pas encore“), die durch zahlreiche Klavierbearbeitungen und Einspielungen – unter anderem von Bing Crosby und Plácido Domingo – weit populärer wurde als das Gesamtwerk.
