Über das Werk
Iwan Wassiljewitsch ist eine Komödie in drei Akten von Michail Bulgakow, die 1934/35 als Umarbeitung seines unvollendeten Stücks „Glückseligkeit“ entstand. Eine Zeitmaschine versetzt Bewohner eines Moskauer Mietshauses ins 16. Jahrhundert, während Zar Iwan der Schreckliche in die sowjetische Gegenwart gerät. Nach der Generalprobe am 13. Mai 1936 im Moskauer Satiretheater wurde das Stück verboten und blieb zu Bulgakows Lebzeiten unaufgeführt.
Handlung
Der Ingenieur Timofejew hat heimlich eine Zeitmaschine gebaut. Als sein Nachbar, der Hausverwalter Bunscha, und ein Dieb hineingeraten, tauschen sie unfreiwillig den Platz mit Iwan dem Schrecklichen: Der Zar landet verwirrt im Moskau der Gegenwart, während Bunscha und der Dieb sich im Kreml des 16. Jahrhunderts als Zar ausgeben müssen.
Kulturelle Bedeutung
Die Zensur fürchtete offenbar die Pointe, ein x-beliebiger Durchschnittsmensch könne den Platz eines Diktators mühelos ausfüllen. Gedruckt erschien das Stück erst 1965; die Bühnen-Uraufführung folgte 1967 am Omsker Dramentheater und am Moskauer Theater der Filmschauspieler – 31 Jahre nach der verbotenen Generalprobe. Bekannter wurde der Stoff 1973 durch Leonid Gaidais Verfilmung.