Über das Werk
Romantische Grand Opera in drei Akten von Arthur Sullivan nach Walter Scotts Historienroman „Ivanhoe“ (1819), mit einem Libretto von Julian Sturgis. Die Uraufführung fand am 31. Januar 1891 im eigens dafür vom Impresario Richard D'Oyly Carte errichteten Royal English Opera House in London statt – Sullivans einzige abendfüllende Oper und die Erfüllung eines langjährigen Wunsches, zu dem ihn auch Königin Victoria ermutigt hatte, der er die Partitur widmete.
Handlung
Der sächsische Ritter Ivanhoe kehrt inkognito aus dem Kreuzzug zurück und gewinnt bei einem Turnier gegen normannische Ritter. Er befreit gefangene Gefährten aus der Burg Torquilstone und verteidigt die jüdische Heilerin Rebecca, die der Zauberei angeklagt wird, in einem Gottesurteil. Am Ende wird Ivanhoe mit seiner früheren Verlobten Rowena vereint.
Kulturelle Bedeutung
Mit 155 Aufführungen in ununterbrochener Folge stellte Ivanhoe einen Rekord für eine Grand Opera auf, doch das eigens gegründete Opernhaus scheiterte wirtschaftlich, da keine ebenbürtigen Folgeproduktionen bereitstanden. Das Werk verschwand danach weitgehend von den Spielplänen; erst vollständige Einspielungen, zuletzt 2009/2010, weckten neues Interesse.
