Über das Werk
Issipile ist eine Opera seria von Johann Adolph Hasse nach dem Libretto von Pietro Metastasio, das auf den antiken Mythos der Hypsipyle zurückgeht. Hasses Vertonung wurde am 1. Oktober 1732 im Teatro San Bartolomeo in Neapel uraufgeführt und 1742 am neu erbauten Teatro San Carlo derselben Stadt wiederaufgenommen.
Handlung
Auf der Insel Lemnos rettet Issipile heimlich ihren Vater, König Toante, vor einem Massaker, das die betrogenen Frauen der Insel an ihren heimgekehrten Männern verüben wollen. Jahre später kehrt ihr einstiger Verehrer Learco als Pirat zurück und bedroht ihre Hochzeit mit dem Argonautenführer Giasone, bis sich die Verwicklungen klären.
Kulturelle Bedeutung
Metastasios Text gehörte zu den meistvertonten Libretti des 18. Jahrhunderts: Zwischen 1732 und 1825 entstanden rund 30 Fassungen, unter anderem von Gluck, Galuppi und Gassmann; 1769 erschien eine deutsche Übersetzung unter dem Titel „Hypsipyle“.