Über das Werk
Isabeau ist eine leggenda drammatica in drei Teilen von Pietro Mascagni nach einem Libretto von Luigi Illica, das die Lady-Godiva-Sage in der Fassung Alfred Tennysons aufgreift. Mascagni komponierte das Werk im Rahmen eines Vertrags für eine Konzert- und Operntournee durch Südamerika und leitete selbst die Uraufführung am 2. Juni 1911 im Teatro Coliseo von Buenos Aires, mit Maria Farneti in der Titelpartie.
Handlung
König Raimondo verlangt von seiner Tochter Isabeau, sich einen Ehemann durch einen Wettstreit zu wählen; als sie sich weigert, verurteilt er sie zu einem nackten Ritt durch die Stadt und lässt per Edikt jedem, der hinsieht, die Blendung androhen. Der Falkner Folco erblickt sie dennoch und wird verhaftet; Isabeau besucht ihn im Gefängnis, verliebt sich in ihn und bittet um Gnade. Der Minister Cornelius hetzt jedoch das Volk auf, das Folco lyncht, worauf Isabeau sich das Leben nimmt.
Kulturelle Bedeutung
Die durchkomponierte, symphonisch dichte Partitur ohne geschlossene Nummern verbindet italienischen Lyrismus mit wagnerianischer Harmonik und war vor dem Zweiten Weltkrieg bei führenden italienischen Tenören beliebt, geriet danach aber in Vergessenheit; 2018 kam es mit Opera Holland Park zur britischen Erstaufführung.
