Irrelohe
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Irrelohe

Franz Schreker
Oper · 1924

Über das Werk

Irrelohe ist eine Oper in drei Aufzügen von Franz Schreker nach eigenem Libretto, das er 1919 innerhalb weniger Tage schrieb; die Musik entstand von 1920 bis 1922. Die Uraufführung leitete Otto Klemperer am 27. März 1924 am Stadttheater Köln.

Handlung

Über dem Grafengeschlecht von Irrelohe liegt ein Fluch: In jeder Generation vergeht sich ein Graf um sein 30. Lebensjahr gewaltsam an einer Frau aus dem Dorf. Peter, unehelicher Sohn eines früheren Grafen, und sein Halbbruder, der regierende Graf Heinrich, begehren beide die Försterstochter Eva; als der Fluch in Peter erwacht, tötet Heinrich ihn im Kampf um Eva. Der Geiger Christobald rächt seine einst geschändete Mutter, indem er Schloss Irrelohe in Brand steckt, während Heinrich durch Evas Liebe von der Erbschuld erlöst wird.

Kulturelle Bedeutung

Irrelohe steht klanglich noch ganz in Schrekers spätromantischer, harmonisch oszillierender Sprache und gilt als eines seiner dichtesten Künstlerdramen um Trieb und Schuld. Trotz Aufführungen in mehreren Städten konnte sich das Werk gegen ein wandelndes Publikumsinteresse und die zunehmend komplexe Partitur nicht dauerhaft im Repertoire behaupten.

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