Über das Werk
Iris ist eine Oper in drei Akten von Pietro Mascagni nach einem Libretto von Luigi Illica, mit dem der Komponist hier erstmals zusammenarbeitete. Die Handlung folgt einer japanischen Legende und versetzt sie in ein fantasievoll exotisiertes Japan. Die Uraufführung fand am 22. November 1898 am Teatro Costanzi in Rom statt, Mascagni dirigierte selbst.
Handlung
Die naive Iris wird von dem reichen Osaka, der von ihrer Reinheit fasziniert ist, aus ihrem Elternhaus entführt und in ein Bordell gebracht, das sie für einen Palast hält. Als ihr blinder Vater sie dort aufsucht und, weil er sie für gefallen hält, öffentlich verstößt, stürzt sich Iris verzweifelt in eine Kloake. Sterbend sieht sie im aufgehenden Sonnenlicht eine Vision des Friedens, während aus ihrem Grab Sonnenblumen wachsen.
Kulturelle Bedeutung
Mit ihrem exotisierenden Japanbild gehört Iris zu den frühen Beispielen des Japonismus in der italienischen Oper und ging Puccinis „Madama Butterfly“ um sechs Jahre voraus. Der Sonnenhymnus aus dem Vorspiel wird bis heute auch losgelöst von der Oper konzertant aufgeführt.
