Über das Werk
Ipermestra ist eine Opera seria von Christoph Willibald Gluck nach Pietro Metastasios gleichnamigem Libretto. Die Uraufführung fand am 21. November 1744 während der Karnevalssaison am Teatro San Giovanni Grisostomo in Venedig statt, wenige Monate nachdem Johann Adolph Hasse denselben Text in Wien erstmals vertont hatte.
Handlung
Ein Orakel prophezeit König Danaus von Argos den Tod durch die Hand seines Schwiegersohns Linceo, woraufhin er seiner Tochter Ipermestra befiehlt, den frisch Angetrauten in der Hochzeitsnacht zu töten. Aus Liebe verweigert sie die Tat und verhilft Linceo zur Flucht. Als sich das Volk gegen Danaus erhebt, schützt Ipermestra ihren Vater vor Linceos Rache, worauf dieser seinen Irrtum einsieht und sie zur Herrscherin einsetzt.
Kulturelle Bedeutung
Metastasios Text erreichte mit rund dreißig Vertonungen bis ins 19. Jahrhundert nur mäßige Verbreitung. Glucks Ipermestra entstand in seiner produktiven venezianischen Schaffensphase der frühen 1740er Jahre, in der er mehrere Metastasio-Libretti in rascher Folge vertonte.
