Über das Werk
Kammeroper in einem Akt und 16 Szenen von Philip Glass nach einem Libretto von Rudolph Wurlitzer, das auf Franz Kafkas gleichnamiger Erzählung beruht. Das von ACT Theatre in Seattle in Auftrag gegebene Werk wurde dort am 31. August 2000 unter der Regie von JoAnne Akalaitis uraufgeführt.
Handlung
In einer entlegenen Strafkolonie erklärt ein Offizier einem Reisenden voller Stolz die Foltermaschine, mit der ein zum Tode verurteilter Soldat gerichtet werden soll. Als der Reisende die Praxis missbilligt, unterwirft sich der Offizier selbst der Maschine – die daraufhin versagt und ihn tötet.
Kulturelle Bedeutung
Glass komponierte das Werk für zwei Sänger und ein Streichquintett und rückt damit Kafkas Auseinandersetzung mit Humanismus, Recht und Gewalt in den Mittelpunkt statt reiner Grausamkeit. Die deutsche Erstaufführung fand 2002 an der Berliner Kammeroper unter dem Titel „In der Strafkolonie“ statt.