Über das Werk
Imelda de’ Lambertazzi ist ein Melodramma tragico in zwei Akten von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Andrea Leone Tottola, das auf Gabriele Sperdutis Tragödie Imelda beruht. Die Uraufführung fand am 5. September 1830 am Teatro San Carlo in Neapel statt – im selben Jahr wie Donizettis Durchbruchswerk Anna Bolena.
Handlung
Im mittelalterlichen Bologna verfeindeter Guelfen und Ghibellinen liebt Imelda, Tochter des Ghibellinenführers Orlando, heimlich den verbannten Guelfenführer Bonifacio Gieremei. Ihr Bruder Lamberto widersetzt sich der Verbindung, tötet Bonifacios Vater und vergiftet schließlich Bonifacio selbst; Imelda stirbt beim Versuch, das Gift aus seiner Wunde zu saugen.
Kulturelle Bedeutung
Anders als Anna Bolena blieb Imelda erfolglos und verschwand über ein Jahrhundert lang von den Bühnen. Erst eine konzertante Aufführung 2007 in London unter Mark Elder und die zugehörige Einspielung von Opera Rara – die erste Studioaufnahme des Werks überhaupt – brachten es zurück.
