Über das Werk
Il turco in Italia ist eine Opera buffa in zwei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Felice Romani, das auf einer älteren Textvorlage von Caterino Mazzolà beruht. Die Uraufführung fand am 14. August 1814 am Teatro alla Scala in Mailand statt.
Handlung
In Neapel beobachtet der Dichter Prosdocimo, auf der Suche nach Stoff für eine Komödie, wie der Türke Selim mit der kokett-unglücklich verheirateten Fiorilla anbandelt, während deren Ehemann Geronio und ihr Verehrer Narciso eifersüchtig reagieren und Selims frühere Geliebte Zaida ebenfalls auftaucht. Nach Verwechslungen auf einem Maskenball findet Selim zu Zaida zurück, Fiorilla versöhnt sich mit Geronio, und Prosdocimo hat seinen Komödienstoff.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk gilt als Gegenstück zu Rossinis Erfolgsoper „L'italiana in Algeri" – diesmal reist der Fremde nach Italien statt umgekehrt. Beim Mailänder Publikum fiel es 1814 zunächst durch, weil man Rossini vorwarf, nur seine eigene ältere Oper zu wiederholen; erst eine Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert, unter anderem 1950 mit Maria Callas als Fiorilla in Rom, verhalf ihm zu dauerhaftem Repertoirestatus.
