Über das Werk
Otto Nicolais zweite Oper entstand im Auftrag des Teatro Regio Turin, das ausdrücklich eine Vertonung von Walter Scotts Roman „Ivanhoe“ wünschte. Das italienische Libretto schrieb Girolamo Maria Marini. Die Uraufführung am 11. Februar 1840 in Turin wurde zu einem Triumph und verhalf Nicolai ein Jahr später zur Stelle als Kapellmeister der Wiener Hofoper.
Handlung
Die Jüdin Rebecca pflegt den verwundeten Ritter Ivanhoe gesund und gerät dadurch ins Visier des Templers Brian de Bois-Guilbert, der sie entführt und der Hexerei bezichtigt. Als Ivanhoe im Gottesurteil gegen Bois-Guilbert antritt und siegt, ist Rebecca zwar gerettet – doch Ivanhoe liebt die Christin Rowena, und Rebecca stirbt an gebrochenem Herzen.
Kulturelle Bedeutung
Il templario wurde in seinen ersten Jahrzehnten an über siebzig Bühnen gespielt, verschwand mit Verdis Aufstieg jedoch fast vollständig vom Spielplan. Die Originalpartitur galt nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg lange als verloren, bis sie 2006 rekonstruiert werden konnte.
