Über das Werk
Il signor Bruschino, ossia Il figlio per azzardo ist eine Farsa giocosa in einem Akt von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Giuseppe Maria Foppa, das auf der französischen Komödie „Le fils par hasard" von Alissan de Chazet und Maurice Ourry beruht. Die Uraufführung fand am 27. Januar 1813 am Teatro San Moisè in Venedig statt.
Handlung
Um die Heirat seiner Geliebten Sofia mit dem ihr unbekannten Sohn des Signor Bruschino zu verhindern, gibt sich Florville mithilfe abgefangener Briefe selbst als dieser Sohn aus. Als der echte Bruschino junior auftaucht und für einen Betrüger gehalten wird, sorgt die Verwechslung für Verwirrung, bis sich alles aufklärt und Florville Sofia dennoch heiraten darf.
Kulturelle Bedeutung
Die letzte der sechs Farsen, die Rossini für das Teatro San Moisè schrieb, fiel bei der Uraufführung durch, zählt heute aber zu seinen meistgespielten Einaktern; ihre Ouvertüre ist berühmt dafür, dass die zweiten Geigen mit dem Bogen im Rhythmus auf die Notenständer klopfen – ein Effekt, der das Publikum von 1813 irritierte.