Über das Werk
„Il paria“ ist eine zweiaktige Opera seria, die Donizetti nach einem Libretto von Domenico Gilardoni frei nach Casimir Delavignes Schauspiel „Le paria“ komponierte. Die Uraufführung fand am 12. Januar 1829 am Teatro San Carlo in Neapel statt, mit Giovanni Battista Rubini und Luigi Lablache in den Hauptrollen.
Handlung
Der Krieger Idamore führt siegreich die Truppen gegen die portugiesischen Eindringlinge im indischen Benares, verschweigt jedoch, dass er der von den Brahmanen verachteten Kaste der Paria entstammt. Als seine Herkunft nach der Heirat mit Neala, der Tochter des Hohepriesters Akebare, bekannt wird, werden beide zum Tode verurteilt; Neala wählt, mit Idamore zu sterben.
Kulturelle Bedeutung
Der Musikwissenschaftler William Ashbrook bezeichnete „Il paria“ als Donizettis bis dahin reifste Leistung, besonders wegen des ungewöhnlichen Quartett-Finales. Wegen Schwächen des Librettos blieb dem Werk trotzdem nur eine kurze Bühnenpräsenz von sechs Vorstellungen; einzelne musikalische Passagen verwendete Donizetti später in „Anna Bolena“, „Lucrezia Borgia“ und „Le duc d'Albe“ weiter.
