Über das Werk
Il macigno ist eine Oper in zwei Akten von Victor de Sabata nach einem Libretto von Alberto Colantuoni. Sie wurde am 31. März 1917 am Teatro alla Scala in Mailand unter der Leitung von Ettore Panizza mit Carmen Melis und Giuseppe Danise uraufgeführt und ist das einzige abendfüllende Opernwerk des vor allem als Dirigent berühmt gewordenen Komponisten.
Handlung
Zwischen zwei verfeindeten Bergdörfern herrscht tiefer Hass. Driade und Iberto, je aus einem der beiden Orte, lieben einander und fliehen gemeinsam – aus Rache lassen ihre Dorfgemeinschaften daraufhin einen gewaltigen Felsblock (macigno) zu Tal stürzen, der beide unter sich begräbt.
Kulturelle Bedeutung
Für eine Aufführung 1935 in Turin wurde das Werk unter dem Titel „Driada“ auf drei Akte erweitert; die Originalpartitur ging bei den Bombardierungen Mailands 1943 verloren, erhalten blieben nur Klavierauszug und Libretto. Die tödliche Liebesgeschichte zwischen verfeindeten Dörfern wird in der Literatur immer wieder in der Nähe von Stoffen wie Catalanis „La Wally“ und d'Annunzios „La figlia di Iorio“ verortet.