Über das Werk
Dramma giocoso in zwei Akten von Vicente Martín y Soler nach einem Libretto von Lorenzo Da Ponte, das auf Carlo Goldonis französischsprachiger Komödie „Le bourru bienfaisant“ (1771) beruht; uraufgeführt am 4. Januar 1786 am Wiener Burgtheater mit Nancy Storace und Francesco Benucci in den Hauptpartien.
Handlung
Der wohlhabende, aber jähzornige Ferramondo soll seiner Nichte Angelica einen reichen Ehemann verschaffen, da deren Bruder Giocondo durch die Verschwendungssucht seiner Frau Lucilla verarmt ist. Als Ferramondo erkennt, dass Angelica in Wahrheit den mittellosen Valerio liebt, gibt er seinen Widerstand auf und stattet die Nichte selbst mit einer Mitgift aus.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper war Martín y Solers und Da Pontes erste gemeinsame Arbeit und entstand im selben Jahr und am selben Haus wie Mozarts „Le nozze di Figaro“; für eine Wiederaufnahme 1789, als Martín y Soler bereits nach Sankt Petersburg übersiedelt war, komponierte Mozart selbst zwei Ersatzarien (KV 582 und KV 583) für das Werk.
