Über das Werk
„I Was Looking at the Ceiling and Then I Saw the Sky“ ist ein „Songplay“ von John Adams nach einem Libretto der Dichterin June Jordan, das auf Anregung von Regisseur Peter Sellars entstand. Die Uraufführung fand am 11. Mai 1995 im Zellerbach Theatre der University of California, Berkeley, statt; das Titelzitat stammt von einer Überlebenden des Northridge-Erdbebens von 1994.
Handlung
Sieben junge Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft in Los Angeles erleben, wie das Erdbeben von 1994 ihre miteinander verflochtenen Geschichten über Liebe, Identität und Gerechtigkeit auf die Probe stellt – ein zentraler Konflikt entzündet sich an der Verhaftung der Figur Dewain nach Kaliforniens „Three Strikes“-Gesetz. Zwanzig durchkomponierte Songs tragen die gesamte Handlung.
Kulturelle Bedeutung
Adams und Sellars entwickelten mit dem Songplay bewusst eine Zwischenform aus Oper und Musical, die Gospel, Rhythm & Blues, Blues und Broadway-Idiome verbindet. Mit rund 80 Aufführungen unter anderem in Montreal, New York, Helsinki, Paris und Hamburg zählt es zu Adams' meistgespielten Bühnenwerken abseits seiner eigentlichen Opern.