Über das Werk
Schauspiel in einem Vorspiel und fünf Akten von Ernst Toller, mit dem Erwin Piscator am 3. September 1927 sein neues Theater am Nollendorfplatz in Berlin eröffnete; Bühnenbild Traugott Müller, Musik Edmund Meisel, Songtexte Walter Mehring.
Handlung
Der Revolutionär Karl Thomas entgeht 1919 knapp der Hinrichtung und wird stattdessen in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Acht Jahre später, 1927, entlassen, findet er eine Republik vor, die seine Ideale verraten hat; fälschlich des Mordes an einem ehemaligen Weggefährten verdächtigt, nimmt er sich am Ende das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Piscators Einsatz von Film- und Revueelementen machte das Stück zu einem Schlüsselwerk des politischen Theaters der Weimarer Republik; es wurde in neun Sprachen übersetzt und 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt.
