Über das Werk
Homo faber ist ein 1957 bei Suhrkamp erschienener Roman des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Für das Staatsschauspiel Dresden hat Marcel Kohler daraus eine Bühnenfassung entwickelt, die den Stoff unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiterdenkt; sie wurde am 7. Februar 2026 uraufgeführt.
Handlung
Der Ingenieur Walter Faber versteht sich als rationalen Techniker, dem Zufall und Schicksal fremd sind. Nach einer Notlandung in der Wüste und einer Schiffsreise verliebt er sich in die junge Sabeth, ohne zunächst zu ahnen, dass sie seine eigene Tochter ist. Ihr Tod nach einem Unfall in Griechenland stellt Fabers Weltbild von Beherrschbarkeit und Technik grundlegend infrage.
Kulturelle Bedeutung
Homo faber gehört zu den meistgelesenen Werken der Schweizer Nachkriegsliteratur und ist fester Bestandteil des Schullektüre-Kanons im deutschsprachigen Raum. Marcel Kohlers Dresdner Bühnenfassung Robo Faber greift die Technikgläubigkeit der Titelfigur auf, indem sie Faber mittels eines sprachmodellbasierten KI-Avatars ein digitales Nachleben entwerfen lässt, und aktualisiert damit die Fragen des Romans nach Technik, Schicksal und Sterblichkeit.